FOSVelos 22 (2023-24)

Bici, Pizza e Gelato
Sophia

Am 1. Juni 2024 war es soweit. Wir haben uns am Morgen in der FOS getroffen, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Notfallsets wurden verteilt, das Gepäck verstaut, und dann waren wir bereit, uns zu verabschieden und loszufahren. Anfangs waren wir noch unsicher, was auf uns zukommen würde, nach kurzer Zeit aber merkten wir, dass wir eine tolle gemeinsame Zeit haben würden.

Schon nach den ersten Kilometern verfuhren sich einige, doch am Abend erreichten alle unseren ersten Campingplatz. Dort stellten wir unsere Zelte auf und kochten. Wegen des schlechten Wetters verzogen sich alle bald in ihre Zelte. Die nächsten Tage liefen ähnlich ab: Aufstehen, essen, Zelt abräumen, losfahren. Es war zunächst sehr regnerisch, und meistens kamen wir trotz Regenjacke und -hose völlig durchnässt am Campingplatz an. Am vierten und fünften Tag stand dann unser erster großer Pass an – der Splügenpass. Besonders der Abschnitt nach Splügen Dorf war sehr anstrengend, mit Steigungen von bis zu 23 %. Die Aussicht, die rasante Abfahrt und das Gefühl, endlich in Italien zu sein, waren die Anstrengung definitiv wert! Die nächsten Tage fuhren wir durch Italien und die Poebene, und es wurde zunehmend wärmer. Nach sieben Tagen kamen wir endlich in Genua an! Unser erster Halt? Natürlich die Gelateria, bevor es weiter zum Hafen und zur Fähre ging. Auf der Fähre sicherten wir uns den besten Platz unter der Treppe und verbrachten eine sehr laute, helle und etwas schlaflose Nacht.

Am ersten Tag in Korsika fuhren wir nur ein paar Kilometer bis zum Campingplatz (durch Sand zu fahren funktioniert wirklich überhaupt nicht) und verbrachten dort einen gemütlichen Tag zur Erholung. Während der nächsten vier Tage ging es dann über einige Pässe und mit toller Aussicht quer durch das heiße Korsika bis nach Bonifacio. Dort hatten wir genug Zeit, um uns im Städtchen umzusehen und die Läden zu durchstöbern. Am nächsten Morgen nahmen wir erneut die Fähre, um nach Sardinien zu gelangen. Von dort war es nicht mehr weit bis zu den Katamaranen Solea und Planado! Wir alle freuten uns sehr auf das Segeln und auf eine Pause vom Velofahren. Doch bevor es losgehen konnte, mussten noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Da wir in der kommenden Woche nicht mehr an Land gehen wollten, fiel der Einkauf entsprechend groß aus. Wir füllten mehrere Einkaufswagen mit Essen und vor allem viel Wasser. Beim Umladen auf das Schiff passierte uns jedoch ein Missgeschick: Ein Einkaufswagen rollte davon und versank bedauerlicherweise im Wasser. Trotz aller Rettungsversuche ruht er bis heute auf dem Meeresboden.

Am nächsten Morgen segelten wir los. Während der Fahrt übernahmen wir alle kleine Aufgaben und lernten so die Grundlagen des Segelns. Jeden Tag segelten wir für ein paar Stunden entlang der Küsten Sardiniens und Korsikas, bevor wir eine windgeschützte Bucht suchten, um dort den Rest des Tages und die Nacht zu verbringen. An einem dieser Tage hatten wir sogar das Glück, Delfine zu sehen, die eine Weile vor uns her schwammen. In der Bucht angekommen, genossen wir die Sonne, kühlten uns im Wasser ab und kochten sowie assen gutes Essen.

Die Zeit verging leider viel zu schnell, und schon bald war es Zeit, wieder zurück in den Hafen zu segeln und uns der letzten Etappe über den Gotthard zurück nach Muttenz zu stellen, wo unsere Familien und Freund:innen bereits auf uns warteten.

Wir hatten eine wunderbare Zeit voller toller, lustiger und lehrreicher Momente – aber auch mit schwierigen Situationen und vor allem mit viel Glace und Pizza.

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FOSVelos 21 (2022-23)